Wochenende im Zeichen der Run Fit-Stars
Zwei Favoritensiege am
11. LGT Alpin Marathon Liechtenstein (Bericht homepage LGT Alpin Marathon)
Simona Staicu (Ungarn) und Patrick Wieser (Schweiz/Aadorf) haben am Samstag den 11. LGT Alpin Marathon gewonnen. Beide feierten einen klassischen Start-Ziel-Sieg, wenn auch in unterschiedlicher Deutlichkeit. Mit 985 Gemeldeten gab es as drittbeste Meldeergebnis in der Geschichte des beliebten Berglaufklassikers. 872 Teilnehmende wurden an einem der drei Bewerbe klassiert.
Mit Jonathan Wyatt (Neuseeland), dem mehrfachen Berglaufweltmeister, fehlte zwar dieses Jahr der überragende Läufer der letzten zwei Jahre. Doch punkto Dominanz sprang ein anderer in die Bresche: Der 31jährige Schweizer Patrick Wieser lief schon auf den ersten zehn flachen Kilometern auf und davon und ward nicht mehr gesehen im immer dichter werdenden Nebel in den Liechtensteiner Alpen. Überraschend war weniger sein Sieg, als vielmehr die Überlegenheit und die starke Zeit angesichts seines einsamen Rennens. 3:02:10 Stunden benötigte der Thurgauer für die über 1'870 Steigungsmeter. Wieser sorgte damit für die drittschnellste je gelaufene Zeit am LGT Alpin Marathon - nur Jonathan Wyatt war bei seinen Erfolgen 2008 und 2009 schneller gewesen.
Mountain-Marathon-Cup im Visier
Patrick Wieser ging mit seinem Leistungsausweis eines dritten Ranges 2008 am Jungfrau Marathon und eines zehnten Ranges am diesjährigen Zürich Marathon (2:21:25) als klarer Favorit an den Start. Wieser wurde seiner Rolle vollauf gerecht, obwohl er sich eher in der Ebene wohl fühlt. Der Schweizer hat nach dem Verpassen der EM-Limite im Marathon (anlässlich des Zürich Marathon) umdisponiert und möchte den 4. Mountain Marathon-Cup bestreiten, zu dem nebst dem LGT Alpin Marathon der Zermatt Marathon und der Jungfrau Marathon zählen. Wieser befindet sich nun nach seinem Vorsprung von über 16 Minuten auf den Zweiten Jan Blaha (Tschechien) und den drittplatzierten Italiener Lorenzo Trincheri in einer komfortablen Situation, diese beliebte Cupserie zu gewinnen. Blaha, Trincheri und der Deutsche Thomas Geisenberger (4.) lieferten sich auf den letzten Kilometern einen harten Kampf um die Podestplätze und liefen binnen wenigen Sekunden hintereinander ins Ziel. Bester Einheimischer wurde der Balzner Josef Vogt als Neunter, nachdem er im Vorjahr noch Vierter gewesen war.
Auch Felix Schenk top
Auch einen 1. Rang erlief sich Felix Schenk. Er ist zur Zeit in bester Form und lässt auch keine Gelegenheit aus, das zu zeigen. Mit 3:33:13 erreicht er den 14. Gesamtrang und plaziert sich damit zuoberst auf dem Podest der Kategorie M45. Weiter erfolgreiche Run Fitler: Walter Klaus, 4. M60 4:37.47; Reto Leuch, 17. M30 3:56:08; Armin Bolliger, 18.M50 4:26.53; Renate Heckendorn, 11. W40 5:03.43.
Dan Uebersax wird 3. am 100er in Biel
Bereits zum 11. Mal nahm Dan Uebersax am 100er teil und es scheint, dass der 100er wirklich eine Alterserscheinung ist. Denn Dan lief in der Nacht der Nächte seine persönliche Bestzeit mit 7:36.48. Das bedeutet für das Jahr 2010 den hervorragenden dritten Gesamtrang von 1260 klassierten Läuferinnen und Läufern. Bei Kilometer 38.5 in lag er mit 2:46:11 noch auf dem 9. Gesamtrang. Bei Kilometer 56,1 in Kirchberg lag Dan sogar mit 4:05:03 auf Platz zwei dicht hinter dem 2. plazierten Adrian Gröbli (Oetwil an der Limmat) und vor dem diesjährigen Sieger David Girardet (Belfaux). Bei Kilometer 76,6 in Bibern lag Dan immer noch auf Siegeskurs. Die 5:41:37 bedeuteten den 2. Gesamtrang und den ersten Platz in der Kategorie. Den Kategoriensieg konnte sich Uebersax ins Ziel retten. Die ersten zwei Plätze musste er aber in der Overall-Rangliste Girardet in 7:31:01 und Gröbli in 7:31:36 überlassen.
Erfolgreich beendete auch David Saladin die 100 Kilometer. In 11:49:24 wurde er 17. in der Kategorie M20. Für einmal lief Dominik Schlumpf nicht den 100er sondern den Nachtmaraton. Er erreichte das Ziel in 3:30:43. Regelmässig auf den Ranglisten vom Bieler findet man die Namen Alice und Heinz Etter. Beide liefen den Halbmarathon und siegten in ihrer Kategorie W55 und M55; Alice mit 1:52:33 und Heinz mit 1:31:57. |