Run Fitler im Wallis

Die diesjährige Vereinsreise führte durch den Lötschberg in die Westschweiz. Tania Forster hatte alles hervorragend organisiert. Die Run Fitler konnten vieles geniessen, was das Wallis an Gutem zu bieten hat.

Man traf sich am Samstagmorgen auf dem Perron in Weinfelden oder im reservierten Wagen während der Zugsfahrt nach Visp. Vreni Tschann hatte Frühschicht geschoben. Sie brachte frischgebackene Zöpfe mit, deren Duft durch das ganze Zugsabteil zog.

Nach gut dreistündiger Fahrt stieg man ins Postauto um. Angekommen in Gampeln wurde das Gepäck in die Seilbahnkabine der Luftseilbahn Gampeln-Jeizinen eingelade. Dann stand erst einmal Kaffee trinken auf dem Programm.

Die Luft war sehr kalt und es nieselte aus dem Nebel. Die meisten hatten Kappen und Handschuhe dabei, die jetzt zum Erstenmal in dieser Saison gebraucht wurden. Die Run Fitler standen frierend vor dem Berg, auf dem Saumpfad Richtung Jeizinen, dem Bergdorf, das auf 1520 Meter über Mehr liegt. Wie es Läufer so haben, sie freuen sich, wenn beim Laufen der Körper langsam warm wird. So freute man sich, die Strecke des Jeizi-Berglaufes wandernderweise zu erkunden. Der stetige Anstieg hätte eigentlich einen weiten Blick ins Rhonetal freigeben sollen, doch der Nebel hüllte das Tal in einen weissen mystischen Fluss ein und liess nur dann und wann ein Loch auf die gegenüberliegende Talseite frei.

Nachdem im heimeligen alten Schulhaus die Zimmer bezogen wurden und jeder den Nachmittag so verbrachte, wie es ihm behagte, stand am Abend nochmals eine Wanderung mit Nachtessen auf dem Programm. Es ging auf die auf knapp 2000 Meter hohe Feselalp in die "Trächu Hittu". Scheints führte bereits vor Jahren eine Vorstandsreise des Run Fit Thurgaus in diese Alpwirtschaft. Leichter Schneefall zeigte, dass der Winter hier bereits Einzug gehalten hat.

Der Sonntag präsentierte sich fast sonnig und eisig kalt. Man fuhr mit der Seilbahn ins Tal und bereitete sich auf den Lauf vor. Um 10:15 starteten Margrith Güttinger, Marlies Kummer, Vreni, Shelly und Debby Schenk in der Wanderkategorie, die übrigen starteten um 11:00 im Hauptlauf. Dass die Walliser starke Bergläufer sind, zeigen sie immer wieder an grossen Veranstaltungen. Doch die Flachländer aus dem Thurgau mussten sich auch nicht verstecken mit ihren Leistungen.

Zweite bei den Juniorinnen wurde Jessica Burkhart. Sie braucht für die 6,2 Kilometer und 825 Höhenmeter 53.55. Tanja Forster wurde vierte bei den Damen mit 59.24; fünfte Daniela Hofer mit 1:02:23. In der Kategorie Damen I wurde Reni Heckendorn mit 56:15 sechste und Vreni Tschann mit 1:02:23 siebte. Einen sensationellen Podestplatz holte sich auch Shelly Schenk. Mit 1:03:30 stieg sie als Dritte aufs Podest in der Walking Damen-Kategorie. Ihre kleine Schwester Debby brauchte acht Minuten länger. Damit wurde sie neunte.

In der Hauptkategorie Elite I liefen Bruno Hasler mit 47:49; Fabian Oberhänsli mit 48:11 und Kolumban Helfenberger mit 51:40 unter einer Stunde ins Ziel. Schnellster Run Fitler wurde Felix Schenk in einer Zeit von 42:42. Das bedeutet den dritten Platz in der Kategorie Veteranen I. Bei den Veteranen II plazierte sich Fredi Kummer mit 47:35 auf dem sechsten und Hans Bichsel mit 49:46 auf dem siebten Platz. Einen Podestplatz holte sich auch Walter Klaus. Mit 52:51 wurde er dritter in der Kategorie Veteranen III. Auch die übrigen Läuferinnen und Läufer freuten sich über ihre Leistung. Sieger des Jeizi-Berglaufes wurde Marco Mühlematter mit 35:07.

In der Festwirtschaft genoss man das feine Raclette und die freundschaftliche Atmosphäre mit den Vereinskollegen und den Wallisern, bevor es wieder mit der Luftseilbahn Talwärts ging. Nochmals einen herzlichen Dank an Tanja, die den Run Fitlern ein unvergessliches Erlebnis in den Alpen geboten hat.